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Multiplikatorenlehrgang zur Vegetationsbrandbekämpfung in Herchen

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Vom 16. bis 18. Oktober 2026 nahmen 15 Feuerwehrangehörige am Multiplikatorenlehrgang des Waldbrandteam e.V. in Herchen, Nordrhein-Westfalen, teil. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Kenntnisse und Fertigkeiten der Vegetationsbrandbekämpfung verständlich und praxisnah in der eigenen Feuerwehr weitergeben lassen.

Das Leitmotiv lautete: Die Teilnehmenden bilden sich unter Anleitung gegenseitig aus. Das Ausbilderteam gab fachliche Impulse, stellte Materialien bereit und unterstützte bei der Planung und Gestaltung eigener Ausbildungssequenzen. So konnten die Teilnehmenden sowohl die Rolle der Lernenden als auch die der Anleitenden erleben und reflektieren.

Zur Vorbereitung standen ein Selbststudium und Fragen zur fachlichen Standortbestimmung zur Verfügung. Im Lehrgang wurden unterschiedliche Vorerfahrungen aufgegriffen und Grundlagen vertieft. Zu den Themen gehörten Feuerverhalten, Sicherheit und LACES, taktische Lagebeurteilung sowie der Übergang zwischen Vegetation und Bebauung – das Wildland Urban Interface beziehungsweise Intermix (WUI). Die Empfehlungen zu Ausbildungsinhalten in der Vegetationsbrandbekämpfung bildeten eine fachliche Orientierung.

Theorie, gemeinsame praktische Ausbildung und Reflexion wurden miteinander verbunden. Handwerkzeuge, Gerätehandhabung, Wasser- und Schlauchsysteme sowie Schlauchverlegung unter Druck gehörten zu den Ausbildungsinhalten. Für die taktische Arbeit kamen Sandkisten und der Taktiksimulator zum Einsatz. Im Vordergrund stand neben dem fachlichen Vorgehen immer auch die Frage, wie die Inhalte sicher, verständlich und zielgruppengerecht vermittelt werden können.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Entwicklung eigener Ausbildungskonzepte. Im Coaching wurden Zielgruppe und Lernziele, Methodik, Ablauf, Medien, organisatorische Voraussetzungen und Möglichkeiten der Erfolgskontrolle ausgearbeitet. Am Sonntag boten die Lehrproben den Rahmen, diese Konzepte in drei parallelen Gruppen vorzustellen und Rückmeldungen für die weitere Ausarbeitung mitzunehmen. Die mediale Gestaltung war frei; auch Sandkisten konnten einbezogen werden. Aufwendige praktische Übungen waren den gemeinsamen Praxisblöcken vorbehalten.

Neben der fachlichen Arbeit bot das Wochenende Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und zur Vernetzung. Die gewonnenen Anregungen und erarbeiteten Konzepte können die Teilnehmenden für die Ausbildung in ihren Feuerwehren weiterentwickeln. Die Rückmeldungen aus dem Lehrgang fließen zugleich in die Weiterentwicklung des Formats ein.