Die Beseitigung von Bäumen erfordert eine entsprechende Ausbildung an der Motorkettensäge und eine stetige Übung. Dies ist unabhängig von der Beschaffenheit der Bäume und der Situation, ob diese gesund oder durch ein Feuer oder andere Einflüsse geschädigt sind. Die Übungen am vergangenen Samstag für die 10 Teilnehmer von Waldbrandteam und @fire waren entsprechend ausgelegt. Angeleitet wurden die Teilnehmer von einem ausgebildeten Förster und zwei Forstwirten. Die Teilnehmer konnten in gemischte in Teams eingeteilt werden so das nicht nur die Kenntnisse im Umgang mit der Motorsäge geteilt wurden, sondern auch Erfahrungen im Bereich der indirekten Brandbekämpfung, so dass jeder Ausbilder und Teilnehmer gegenseitig vom jeweiligen Wissen des anderen Profitiert hat.
Die in Dahle in Altena (Märkischer Kreis, Nordrhein-Westfahlen) organisierte Ausbildung fand auf Anregung eines Mitgliedes des Waldbrandteams in dessen privatem Waldstück statt. Die Einsätze in diesem Jahr und der Vergangenheit haben gezeigt, dass die Häufigkeit der Zusammenarbeit der beiden Hilfsorganisationen Waldbrandteam und @fire aufgrund der gestiegenen Bedürfnisse nach Expertisen und Unterstützung in der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung deutlich angestiegen ist.
In der klassischen Vegetationsbrandbekämpfung bilden beide Organisationen auf der gleichen Basis aus und fort, hier läuft die Zusammenarbeit auf der fachlichen Ebene bereits sehr zielführend. Die Anlage von Schneisen in Wäldern und die Fällung von geschädigten Bäumen bedarf jedoch weiterer spezieller Kenntnisse und Fähigkeiten, so dass man sich hier zu einer ersten gemeinsamen Fortbildung getroffen hat.
Nach einer kurzen Vorstellung mit Austausch zu den bisherigen Erfahrungen mit der Motorsäge wurden verschiedene Schnitt-Techniken besprochen und angewendet. Auch die Ansprache und Herangehensweise an geschädigte bzw. unter Spannung stehender Bäume (so genannte „Problembäume“) wurde besprochen und durchgeführt.
Anschließend entfernten die Teilnehmer auf 100m Länge und 4m Breite den stehenden Bewuchs zur Vorbereitung einer Kontrollinie. Bei einem realen Feuer kann eine entsprechende Schneise, je nach Flammenlänge des Feuers, bereits eine sehr gute Hilfestellung für die Bekämpfung ergeben oder als Basis für den Einsatz eines Vor- oder Gegenfeuers genutzt werden. Durch die Entnahme des Brennstoffes verliert das Feuer seine Nahrung und kann entweder gezielt unter Reduzierung der eigenen Gefährdung angegriffen werden oder erlischt vollständig.
Zum Abschluss des Tages waren die Teilnehmer zwar erschöpft, aber auch sehr erfreut über die gemeinsame Fortbildung, so dass noch einige Späße ausgetauscht wurden. Ebenso setzte man den kameradschaftlichen Austausch bei einem gemeinsamen Grillen fort. Hier kam man zu der Überzeugung, dass eine Wiederholung sinnvoll sei und entsprechend vorgenommen werden soll.





