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Löschmittelzusätze im Vegetationsbrand – Waldbrandteam nimmt an Workshop teil

Anfang Februar nahmen zwei Mitglieder des Waldbrandteam an einem Workshop der Firma Sthamer zum Thema Löschmittelzusätze im Vegetationsbrand teil. Neben dem Input zu verschiedenen Ansätzen in diesem Bereich referierten die unsere beiden Vertreter auch zur Einfachen Taktischen Waldbrandprognose, die einen entsprechenden Ansatz zum Angriff auf das Brandereignis liefert. Ebenso gab es verschiedene Experimente, die die Wirksamkeit unterstrichen.

Der Workshop begann mit einem Vortrag des Chemikers Dr. Thomas Leonhardt, welcher bei der Fa. Sthamer das Produktmanagement verantwortet. Neben den aktuellen Entwicklungen aus dem Jahr 2025 zeigte er auch deutlich auf, dass der Schutz vor einem Vegetationsbrand heute andere Ziele verfolgt. War es früher der Schwerpunkt mit dem Schutz des Holzerhaltes und des Erholungswertes wird heute der Biotoperhalt und der Erhalt als Kohlenstoffdioxid-Senker in den Vordergrund gestellt. Weiterhin zeigte er die Vor- und Nachteile von Löschmittelzusätzen unter den verschiedensten Aspekten auf. Hierbei ging er auf das handelsübliche Schaummittel, welches als Netzmittel genutzt wird, reines Netzmittel sowie Retardent ein.

Nach dem Vortrag zur ETW durch unsere beiden Vereinsmitglieder referierte Martin Gorski aus dem Vertrieb der Firma Sthamer zu den Themen der Einsatzvorbereitung und Logistik bei dem Einsatz von Löschmittelzusätzen. Hierbei zeigte er neben der Bedeutung, die Einsätze vorzuplanen auch die benötigte Logistik auf.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen und einer Werksbesichtigung wurden verschiedene Versuche durchgeführt. Neben einem Brandversuch mit Retardent und dem Aufzeigen der Wirkung bzw. der Einsatzgrenzen wurde auch ein Versuch zu den Eindringtiefen von Wasser, Wasser-/Schaummittel-Gemisch Wasser mit Netzmittel sowie Retardant. Durch Auftrag eines Tropfen auf unterschiedliche Holzstücke konnten die unterschiedlichen Eindringtiefen beobachtet werden. Zum Abschluss gab es einen Brandversuch mit Neigung und einem Einsatz eines frischen Retardant.

Insgesamt gab die Veranstaltung viele interessante Einblicke in die Möglichkeiten und Wirksamkeiten der unterschiedlichen Zusätze. Zudem war zwischen den Teilnehmern ein sehr guter Austausch möglich. Wir bedanken uns für die Einladung und die zur Verfügung gestellten Bilder.